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Fiktion und andere Verwirrungen
02.12.2002 00:31
G. HUNRUS
G. Hunrus

Fiktion und andere Verwirrungen

Achtung! Hier handelt es sich um schmutzigen Humor! Ähnlichkeiten mit Personen oder Schauplätzen sind nicht gewollt und rein zufällig! Sollte sich jemand am Inhalt dieses Textes schrecken oder diskriminiert fühlen, so bittet der Verfasser um Nachsicht und überhaupt tut mir alles leid was einem leid tun kann. Echt!
Als Peter Rapp sich entschloss, Batman zu werden, war er noch keine Dreißig und ein Volksheld, niemand wusste von seinen Steueraffären und Gaunereien in Millionenhöhe, er war der Saubermann der Nation, der Herrscher über das Glück der Nation.

Er war der Mann vom Glücksrad!

„Das musste einmal gesagt werden“. Peter schloss verärgert die Tür hinter sich, als er aus der Umkleide kam. Noch 15 Minuten bis zur Aufnahme, ihm war stinklangweilig – Lampenfieber, das kennen Götter nicht – und diese blonde Schlampe, die sich `Assistentin` schimpfen durfte, wollte ihm keinen blasen. Eine Frechheit. Für eine Nutte war keine Zeit mehr, und der Studiogast war ein 15 jähriger Junge. Einen kurzen Moment hielt er inne. „Nein, das ist es nicht wert“. Und sein Religionslehrer brauchte bei ihm zum ersten Mal auch länger als 15 Minuten. Soweit er sich noch erinnern konnte. Peter ging in die Kantine des ORF – Studios, nur aus Langeweile und vielleicht verlangte es dort jemandem nach seinem heißen Sperma, das er dann meterweit durch den Raum spritzen würde. – Ich bin der geile, rote Feuerlöscher! Das würde er, durch die heiligen Hallen des ORF rennend, herumbrüllen. Jemand grabschte von hinten an seinem Sakkoärmel. „Herr Rapp, in fünf Minuten sind wir auf Sendung“. Egal wer es war, er oder sie kam genau richtig um den Sandsack zu spielen. Peter brauchte das. Er nannte das `Dampf rausnehmen, aus der Sendung`. Er drehte sich um, und musterte sein Opfer. „Scheiß aber auch“ dachte Peter, es war der Praktikant vom Kamerateam eins. Eigentlich wäre das Peter Rapp - Held des Vorabendprogramms - egal gewesen, aber auch der Junge hatte eine geheime Identität. Er war Batgirl und somit genoss er Immunität gegenüber Rapps Stimmungsschwankungen. „Jaja, ich komm schon mit. Du - gibt`s heute Abend was Besonderes?“ Der Kamerapraktikant schaute Rapp eine Sekunde lang schweigend an. War das eine Fangfrage? Wollte Batman wissen, ob sie heute den Joker jagen würden, oder wollte Peter Rapp etwas über den Gast, diesen schüchternen 15 jährigen wissen? „Nichts besonderes, was mir einfallen will, Herr Rapp“. „Jeah! Das war doch geschickt geantwortet, du alter Sack! „Wenn ich so weitermache schaffe ich`s sogar noch zum Robin“, murmelte der Praktikant heimlich lächelnd in sich hinein. „ Was?“ Rapp erreichte gerade das Studio, und sofort wurde er vom Kamerapraktikanten getrennt. Maske, Regie – alle hetzten, herrschten und rudelten herum, Rapp mittendrin, und er überlegte ob er richtig gehört hatte. „Robin!?!“ so ein Tagträumer, dieser Spinner, dieser Anfänger. Der 15 jährige wurde Rapp vorgestellt, samt stolzer Mama. `Eine richtige fette Sau! So eine die jetzt ihr kleines Buberl fast vor Liebe zu zerdrücken schien, aber sobald sie mit ihm alleine war, würde sie das Geld nehmen und verschwinden, wie alle fetten Mütter!` dachte Rapp, immer noch aufgekratzt. Wegen seines Samenüberschusses musste er sich merklich zusammenreißen, um der Mutter nicht ins Gesicht zu schlagen. Der Regisseur bemerkte das sofort und bat die Mutter samt Sohn wieder in ihren, weiter entfernten Sitzgelegenheiten Platz zu nehmen. „He Peter, was ist los? Probleme mit der Uschi?“ Der Regisseur kannte Rapp schon zu lange, um nicht zu wissen was los war. Außerdem hatte Rapp einen Gesichtsausdruck, der leicht zu lesen war. Ähnlich eines Barometers bei Sturmwarnung pulsierte dieses kleine Äderchen an der linken Schläfe von Rapp. Das hieß immer Gefahr. „Noch eine Minute!“ „Alle auf ihre Plätze!“ „Du Peter, wir feuern das Luder und stellen eine Neue ein, der Vertrag von der ist eh nichts wert!“ „Nein, zuerst krieg ich die noch rum! Die wagt es nicht noch einmal nein zu sagen wenn ich mit der durch bin“ „Okay Peter, deine Entscheidung, aber überleg`s dir noch mal“ „Noch 15 Sekunden, alles bereit?“
„Und ab!“

Was genau passierte, hatte er nicht mitbekommen, jedenfalls stand er, die Hose bei den Knien, im Zimmer der `Assistentin` und brunzte ihr in die Handtasche, ins Schminkköfferchen, über den Mantel, einfach so auf den Teppich. Er freute sich wie als kleines Kind. Wenn ihm ein schönes Bastelwerk von einem Stärkeren kaputt gemacht worden war und das stärkere Kind von seinem Religionslehrer vor der ganzen Klasse den nackten Arsch versohlt bekam. Sollte er noch irgendwo hinscheißen? Das hatte er noch nie gemacht. Oder Moment, ja doch. Auch das war nicht mehr neu, schade eigentlich. Die Tür ging auf, als er gerade darüber sinnierte, ob er Otto Mühl anrufen sollte. „O H M E I N G O T T ! !“ Dann verschlug es ihr die Stimme. Alles was sie sah war ihr verpisstes Kämmerchen und Batman, der gerade aus dem Fenster im dritten Stock sprang. Als sie eine halbe Stunde später von den Reinigungskräften gefunden wurde, wussten diese schon was zu tun war – sie schleppten sie in das verbrunzte Zimmer, trennten ihr vorsichtig alle Gliedmaßen ab und machten kleine, faustgroße Stückchen aus ihrem Torso, ganz wie es der nobel gekleidete Mann im Büro gesagt hatte. Ohne Visum und Aufenthaltsrecht macht man eben wirklich jeden Scheißjob und hierfür bekamen sie sogar einen Zehner extra! Danach putzten die zwei den Raum und klauten alles was nicht niet und nagelfest war. „Wir wollen ja dem Klischee treu bleiben, meine verhurte Zigeunerputzkollegin, nicht“ „Ja, meine verlauste, serbische Kurtisane, montenegrinischer Abstammung“, lachte die andere, die sich gerade mit dem verbrunzten Mantel schmückte.

In der Bathöhle war alles ruhig, Batgirl saß alleine vor dem Überwachungsmonitor und schaute sich Soaps auf einem deutschen Privatsender an. Batman war irgendwo Richtung Gürtel gefahren, um irgendeine arme, drogensüchtige Frau zu retten. Oder war es ein junges Mädchen gewesen? Batgirl hatte es vergessen, ihn störte nur, dass er nicht dabei sein durfte, Batman war so ein Held. Immer darauf bedacht allen zu helfen, er konnte das Gute in jedem erzwingen! „Es ist gut zu wissen, dass es ihn gibt“ dachte sich Batgirl und strich sich die nicht vorhandenen, leeren Busen seines Latexkostümchens glatt.

Abspann: John Lennon - Imagine
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Ursula Rapp | 02.12.2002 12:54Antworten
Ich bin empört, auch wenn es nur humorvoll gemeint ist, was hier über meinen Onkel geschrieben wird. Ich wurde zwar auch schon des Öfteren von Ihm angesaut, aber da war ich schon älter als 15. So was mach mein Onkel nicht!
 brny | 02.12.2002 16:03Antworten
ja, dem herrgott sei dank, dass er dem wolfi bei der wahl so geholfen hat! jetzt ist bald schluss mit solchen sauereien im staate Ö! hier war ja schon lange alles viel fauler als bei den dänen! jetzt wird aufgeräumt mit euch sogenannten "künstlern"!!! *keif*
FussFunghi | 03.12.2002 15:30Antworten
Ich habe schon sehr viele Werke dieses Autors gelesen, aber dies ist wirklich das Stück, das mich gefesselt hat. Ich hoffe wirklich, dass das nicht die letzte Geschichte über Batman bleibt. Ich will auch noch mehr wissen über Catwoman, Joker, Robin und all die anderen. Ich würde mich sehr über eine richtige Serie freuen, so etwa jeden Monat eine neue Episode, das wäre wunderbar. Ich sage nur: BATMAN FOREVER!
Marion | 05.12.2002 21:17Antworten
naja, also ich kenn ja den Autor auch schon ein bisschen laenger, ich muss sagen, mir gefaellts, wie du da schreibst, halt typisch Georg! Ich kann dich richtig hoeren, wenn ich das lese! ich faende uebrigens ne Fortsetzung auch gut! lg Marion
 brny | 05.12.2002 21:28Antworten
meine rede.....!
ibisnur | 09.12.2002 15:52Antworten
so liegt nun dieser text vor mir, eine besudelete jungfrau, frisch aus dem kloster ausgebrochen und wüst zugerichtet. heiliges gibt es in der welt des autors nicht mehr. sehr wahrscheinlich hat er um seinen christbaum eine pinkelrinne installiert und trägt ein fäkalornat wenn er im zielpunkt einkaufen geht. so rufe ich ihm denn aus sicherer entfernung zu: "du abschaum". er wird es als lob auffassen und sich weiter lüsternen gedanken und spermaüberzogenen träumen widmen.
 rosa schröckenfuchs | 09.12.2002 16:56Antworten
Ihr seid doch alle zusammen eine Horde unterbelichteter, übersubventionierter Studenten. Grünwähler und Verächter des österreichischen Arbeiter und Bauerntums. Geile Parasiten, am Busen der sozialen Wohlfahrt. Bei der nächsten Wahl wird dann endlich Schluß sein mit diesen Zuständen, also in spätestens zwei Jahren.
il schmozzetta | 13.12.2002 15:36Antworten
achte die iden des märz, caesar! du wirst kopiert! lg schmozzi ;))
publik zwist | 08.01.2003 17:02Antworten
doch ein guter tipp! gruss k.m.


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