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Von Schnitzelbuden und dem Tod
09.06.2003 00:35
G. HUNRUS
G. Hunrus

Von Schnitzelbuden und dem Tod

Nichtsahnend tappte ich in die Sendefalle eines in Dauerberieb des österreichischen Rundfunks stehenden Fernsehgeräts im Schnitzelplatzl. Ungeahnte Parallelen zwischen einem Stück Fleisch und Brad Pitt taten sich auf. Eine persönliche Filmkritik.
Einen Film nicht von Anfang an zu sehen ist schlecht, aber manchmal auch ein Segen! Mag sein, dass der Film über den Beruf des Seelensammlers und dessen Nachfolger super war, doch das Ende schreckt ordentlich ab! Die Besetzung verspricht gute Unterhaltung im leichten Sinn, das genaue Gegenteil vom ernährungstechnischen Tod: der Friteuse! Doch gibt es Parallelen, zwischen Film und Frittiergerät – zum einen was reinkommt zum anderen was rauskommt! Ordentliche Zutaten sind ein guter Anfang, trotzdem kann alles schief gehen. Denn ich bin wirklich ein Freund von Brad Pitt, nur filmisch gesehen natürlich. Dieser Mensch verkörpert einfach etwas in unserer Zeit – was auch immer das sein mag, von sexy Lusche zum harten Hund. In den finalen fünf Minuten von „Joe Black“ war er mehr eine Enttäuschung als alles andere. Mittlerweile hat der Bedienstete vom Schnitzlplatzl wenigstens den Lappen Fleisch ins Fett geworfen. Er hätte ihn gleich gut am Fernsehgerät reiben können dort ging’s ähnlich schmalzig zu wie in der Friteuse. Sir Anthony „Leber und Fababöhnchen“ Hopkins war ähnlich uninteressant wie Brad, aber er durfte wenigstens tanzen. Mit einer verheulten Brünetten, die er immer wieder fragen musste, ob er ihr nicht schon zu alt sei. Ein wenig mehr Selbstachtung Herr Hopkins! Schauen sie sich doch den Alten schottischen Sack an, oder Michael Douglas, das stechen sie doch locker aus! Alles was hier „zu alt“ sein könnte ist höchstens das Frittieröl. Außerdem (mein Lieblingswort wenn ich im Anker bin) – alles was in diesen fünf Minuten mit Schnulz und Gefühl beladen werden konnte, wurde voll gepackt bis zum Äußersten! Da kann sowieso keine Dame widerstehen Herr Hopkins – außer der Brad taucht auf – gerade dann, wenn das romantische Feuerwerk beginnt und der Schnitzelbudensklave fragt: „Außerdem?“. „Was fällt ihnen ein“, herrsche ich ihn an, „bin ich hier in der Bäckerei!“. Nach einer Entschuldigung und einem ordentlichen Trinkgeld verlasse ich schleunigst die Frittierhölle samt eingepacktem Schnitzel – „Joe Black“ ist wirklich mein privater Horror – aber Geschmäcker sind verschieden, es gibt auch Menschen die gerne fettige Schnitzel mögen.
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mariella | 09.06.2003 13:18Antworten
Fein abgeschmeckt kritisch...
mm | 09.06.2003 15:05Antworten
Kleine Bemerkung am Rande... Sir Anthony Hopkins ist kein schottischer, sondern ein walisischer alter Sack. Mind the difference!
 Georg Horvath | 09.06.2003 20:39Antworten
Es ist eine Anspielung auf Sean Connery. Mind the Satzbau! ; )
  mm | 10.06.2003 15:10Antworten
Wenn ich vorher schon einschlafe, interessiert mich der Satzbau auch nicht mehr ; (
   rosa schröckenfuchs | 10.06.2003 22:30Antworten
mümmelmann, wenn dich der satzbau nicht interessiert, solltest du weiterhin die glänzenden bildchen deiner gti prospekte anstarren, anstatt hier hilflose kritikversuche zu starten.
   Bernd | 10.06.2003 22:33Antworten
)o( Versuch doch mal den Arsch mit Ohren, damit wir wenigsten eine Ahnung haben, wie du ausschaust. Wohl aus dem Ö3 Chatroom entsprungen, wie?


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