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Den Reigen eröffnet.
18.11.2002 11:52
OLAF ZU STEG-FLAGGENHALT
Olaf zu Steg-Flaggenhalt

Den Reigen eröffnet.

Vor mehr als einem läppischen Jährchen entstand in Erkenntnis der gemeinsamen Ambitionen so vieler von uns die Idee zu mediativ.com; inzwischen ist der Gedanke gereift und die erste Umsetzung greifbar. Wir sind die Medienplattform.
Anfangs waren wir bloß auf ein zwei drei Bier; wie so oft. Sitzen und zuprosten und hämisches Necken. Im Kopf hatten wir alle schon immer irgendwie, dass es ja wohl möglich sein müsste, aus unserem mehr oder weniger legitimerweise sogenannten künstlerischen Schaffen ein gemeinsames Etwas zu schaffen; naheliegendst: eine Firma.

Wir fürchteten uns aber zumindest ein wenig vor der kapitalistisch geprägten Introvertiertheit und suchten nach anderen Möglichkeiten. Etliche Treffen waren bereits gelaufen, den Namen verbreiten wir emsig seit Dezember, die Domäne seit März. Im April diesen Jahres [wir schreiben zweitausendzwei] wurde es erstmals ernst: In Nacht und Nebel entstand kurzum das, was eigentlich keiner wollte, eine langweilige kleine Website für ein Projekt, mit ein wenig Information über uns, ein wenig Information über Projekte und ein wenig Information über all das was uns umgibt. Doch diese besagte Verschlossenheit, die Site ging niemals online.

Die Eingebung, das was zuvor nur Nebenprodukt werden sollte, zur Primadonna zu erheben: Eine Art Onlinemagazin, von dem keiner wusste wie es denn aussehen sollte, nur sollten eben viele mitmachen und alle lesen können; es sollen Ideen entstehen und Zusammenarbeiten dort wo sie sonst vielleicht nicht zusammen gekommen wären.

Mirjam hatte inzwischen das Boot der Entscheidenden verlassen, der Name geht aber zu einem guten Teil auf ihre Kappe. David, Günter und Jürgen blieben; es begann die Phase der Designs. Tausende Ideen, tausende Skizzen, tausende Verwerfungen. Vom griechischen Mü, das anfangs so etwas wie einen Aufhänger darstellen sollte, waren wir lange abgekommen, ein neues Logo entstand im Sommer im verregneten Vorarlberg. Strich-Strich-Strich-Kasten-Strich-Strich-Strich [Später sollte sich herausstellen dass ein Privatsender namens go-tv unsere atemberaubende Idee wohl gestohlen hatte, um es ein wenig dramatisch überspitzt zu formulieren]. In der derzeitig ersten Version der Seite taucht es nicht auf, ganz abgekommen davon sind wir aber nicht.

Der Sommer war es auch, den ich schließlich als quasi arbeitslos gebliebener in die Programmierung der Website stecken konnte. Datenstrukturdesigns, Javascripts und der langwierige Teil der Redaktionsseiten, der Administration quasi. Alles war schon schön als sich im eben erst verflossenen Herbst dann mir die Option des eigenen Webservers bot; ein schönes Dankeschön an Wolti, der uns zuvor das Hosting versprochen und auch gegeben hatte. Inzwischen läuft der Server hier, wir teilen Tisch und Bett, doch dauerte alles seine Zeit, insbesondere mussten auch die Seiten teilweise umgemodelt werden; Systematik war und ist vermutlich immer noch nicht zu erkennen, wenn man in die Tiefen der Codes blicken darf.

Soweit sind wir nun. Stolz sitzen wir hier vor euch und uns, mit der ersten eigenen Zeichnung in der Hand. Wartend darauf, dass ihr euphorisch mit einsteigt, dass ihr schreibt und werkelt und zusammentragt, was ihr schon habt und noch haben werdet. Und wenn ihr das nicht wollt, dass ihr zumindest lest und anseht und euch denkt: Gut. Und wir sind guter Hoffnung dass das was werden kann; mindestens ein Potpourri der guten Gedanken, wenn nicht gar eine alternative Gestaltungsplattform, gar Ansprechpartner für Designsuchende.

Wie auch immer: Wir sind die Medienplattform.
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