An dieser Stelle finden Sie die Beiträge der letzten 180 Tage Gesamtpunkten gereiht.

An dieser Stelle finden Sie die Beiträge der letzten 180 Tage nach Durchschnitt gereiht.
PDF Version
TXT Version
Die wunderschöne Geschichte von Günter B. und Hooligan
22.06.2004 22:12
PAUL HALMENSCHLAG
Paul Halmenschlag

Die wunderschöne Geschichte von Günter B. und Hooligan

Eine Geschichte über Liebe und Freundschaft

„Alles Gute zum Geburtstag mein Schatz“. Liebevoll strich Frau Buschta ihrem Sohn durch sein volles, gesundes haar. „Alles gute mein großer Sohn“ schmunzelte sein Vater. Kaum zu glauben, dass er nun mittlerweile schon 26 Jahre alt werden sollte. „Danke liebe Mutti“, antwortete Günter artig und setzte sich an die feierlich geschmückte Geburtstagstafel. Gierig griff der kleine Mann nach seinem ersten Geschenk. „Oh wie fein Mutti, danke Vati“ rief Günter entzückt aus. „Genau das was ich mir gewünscht habe“. Triumphierend hob Günter seine neue Spielzeuglokomotive in die Luft. „Das ist wirklich der schönste Geburtstag meines ganzen Lebens!“ Glücklich fiel er seiner Mutter um den Hals. „Und erst das Indianerzelt!“ rief Günter, der inzwischen ein neues Geschenk geöffnet hatte. „Na dann warte mal ab was als nächstes kommt“ lachte sein Vater herzlich und überreichte ihm eine kunstvoll verpackte Schachtel. „Oh Mann, noch mehr Geschenke“ entfuhr es Günter, der vor lauter Aufregung nur noch stoßweise atmete. Eilig entfernte er das viele Klebeband, die kunstvoll gebundene Schleife und das bunte Papier. „Oh wie schön, ein Hund“. „Als wir dem Hund im Zoogeschäft erzählt haben, dass du heute Geburtstag hast, wollte er unbedingt mitkommen“ flunkerte sein Vater und zwinkert seiner Frau unauffällig zu. „Wirklich? Ist das Wahr?“ Günter war ganz aus dem Häuschen. „Oh wie schön du doch bist“ Günter fuhr durch das seidenweiche Fell seines neuen Haustieres. „Oh Mutti, wie heißt er denn eigentlich?“ „Hooligan mein Schatz. Der Hund heißt Hooligan“. „Oh wie schön dieser Name doch ist“ rief Günter freudig aus und herzte Hooligan. „Mutti, ab heute sind Hooligan und ich die besten aller Freunde. Alles werden wir gemeinsam machen“. Günter zog seine Kleidung aus und ließ sich nackt auf allen Vieren auf dem Boden nieder. Gelenkig krabbelte er unter dem Geburtstagstisch durch und leckte das Bein seiner großzügigen Mutter. „Nun ist aber gut kleiner Mann“ kicherte Frau Buschta und deutete ihrem Sohn sich wieder anzuziehen. „Wer will alles ein großes Stück vom leckeren Geburtstagskuchen?“ Günter, immer noch am Boden kauernd gab einen bellenden Laut von sich. Praktisch zeitgleich preschte er nach vorne und packte den zarten Arm seiner Mutter, welcher inzwischen ein Tablett voller Kuchenstücke balancierte, mit seinen Zähnen. Im ersten Schreck kreischte seine Mutter laut auf, aber sie hatte verstanden: Günter wollte unbedingt am Boden zusammen mit Hooligan fressen. Nachdem Geburtstagmahl am Boden machte sich Günter daran mit seinem treuen Gefährten durch das Haus zu tollen. Günter zerfetzte einige Turnschuhe, buddelte in der Blumentopferde, machte in der Stube artig Lacki und trieb zusammen mit Hooligan noch so mancherlei Schabernack. Mittlerweile war es Abend geworden. „So“. meinte sein inzwischen spürbar gereizter Vati „du willst doch sicher dein neues Indianerzelt ausprobieren“ Günter kläffte zustimmend. Sanft schob Günters Vater seinen offensichtlich übergeschnappten Sohn, der sich immer noch weigerte sich zu bekleiden, in den Garten. Vor dem inzwischen aufgebauten Indianerzelt flackerte ein gemütliches Feuerchen. Günter krabbelte, gefolgt von Hooligan, darauf zu und ließ sich gemütlich vor dem prasselnden Feuer nieder. Bis tief in die Nacht jaulte und bellte Günter fröhliche Lagerfeuerlieder und so manchen Gassenhauer. Hooligan stimmte ab und an mit ein und klatschte begeistert im Takt in seine Pfoten. Als die Sterne das Firmament schmückten und die Nacht sie endgültig umschlungen hatte zogen sie sich in das Zelt zurück. Günter rollte sich ein und zog Hooligan ganz eng an sich. „Oh Hooligan“ wisperte Günter, während er liebevoll mit Hooligan kuschelte. „Du bist mein bester Freund, ich will nie wieder ohne dich und auf ewig bester Freund mit dir sein“ Hooligan leckte ihm sanft das Gesicht, als wolle er diesen Pakt besiegeln, und eng aneinander geschmiegt schliefen sie ein. Sie träumten von zukünftigen Abenteuern, Freude und dem größten Geschenk, welches Günter je an einem Geburtstag bekommen hatte: dem Geschenk von ewiger, inniger Freundschaft, Zuneigung und einer Liebe, wie sie nur unter besten Freunden bestehen kann…

Bewertung
Dieser Eintrag hat im Voting unter den Abonnenten bereits 11 Punkte erreicht! Sie müssen angemeldet sein, um für einen Beitrag voten zu können!
 
[kommentar abgeben]
 
Olaf zu Steg-Flaggenhalt | 22.06.2004 23:52Antworten
Wunderbar! Die Serie geht. Applaus! Weiter. Mitunter Tränen in den Augen vor etlichem Wahrem, mitunter Lachen vor lauter. Wir brauchen neue Mitglieder, jedem die Geschichte seiner Liebe. Liebe.
David | 25.06.2004 09:14Antworten
Hmmmm, ich bleibe bei meiner geteilten Meinung zu diesen Beiträgen, aber es waren ein paar ganz witzige Sachen dabei.
Guenter Buschta | 26.06.2004 19:23Antworten
schön, schön, meine mutter heisst edda...papi ist der liebe bernhard


(c) www.mediativ.com, 2002-2004