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Welcome To Sodom
14.10.2004 19:18
WOLFGANG OBERMAYR
Wolfgang Obermayr

Welcome To Sodom

kein kommentar

Welcome to Sodom!

 

 

Die schwarzbraune Eichenholztür schwang mit einem drohenden Knarren auf, daß durch den gesamten Saal hallte. Dahinter kam Sie  zum Vorschein, gehüllt in ein weißes Kleid, daß mich entfernt an das Opfergewand einer Sektenjüngerin erinnerte, nur daß es mit Spitzen besetzt war.

Plötzlich schallte schaurige Orgelmusik durch meine Ohren. Als wäre dies das Zeichen gewesen, setzte Sie sich in Bewegung. Langsam, jede Sekunde meiner Angst auskostend, kam sie näher. Bald konnte ich ihre Augen erkennen und was ich darin sah, war ein kaltes Versprechen. Aber nicht den gnädigen Tod würde Sie mir bereiten, nein, ein Leben in Schmerzen versprach mir Ihr starrer Blick.

Sie hatte mich beinah erreicht und ich konnte den Hauch der Pein fühlen, der ihr vorauseilte. Ein siegessicheres Lächeln umspielte ihre ansonsten völlig ausdruckslosen Züge.

Sie war da, ihr Atem streifte meine Seele und ließ mich schaudern. Doch Sie blieb nicht vor mir stehen um mir den Todesstoß zu versetzen, sondern trat neben mich und sah erwartend nach vorn. Als ich Ihrem Blick folgte sah ich ihn, den Sensenmann.

Seine knochigen Händen umklammerten ein altes Buch, dessen Blätter aus der Haut der Unglücklichen bestanden, die den Fehler gemacht hatten, diesen Raum zu betreten. Wahrscheinlich würde es in Kürze auch eine Seite von meiner Haut zieren. Der Tod schlug es auf und schrieb mit Tinte von einer so scheußlichen Farbe, daß ich keine Bezeichnung dafür fand, meinen Namen und den Ihren hinein. Er tat dies mit völliger Ausdruckslosigkeit, die sogar jene von Ihr noch übertraf, welche nun schon begierig darauf wartete, daß er begann.

Doch es war mir, als würde selbst er, der Sensenmann, Angst vor Ihr haben. Und als er mich ansah mit seinen leblosen Augen, da glaubte ich gar, so etwas wie Mitleid darin zu erkennen.

Und wirklich, als seine fleischlosen Lippen sich öffneten, brachen leise Worte des Bedauerns zwischen ihnen hervor.

„Es tut mir wirklich leid, deinen gesunden Schlaf zu unterbrechen, Jonah, aber diese Akten auf deinem Tisch erledigen sich nicht von selbst.“

„Bitte was?“ fragte ich den Sensenmann und dieser nahm die Zigarette aus dem Mund und sah mich besorgt an.

„Was ist los mit dir? Machst du dir etwa schon wieder Sorgen wegen deiner bevorstehenden Heirat?“

Die Vision zerplatzte endgültig und das knochige Antlitz des Todes wich Franks übermüdetem Gesicht, sicherlich auch keine Augenweide, aber trotzdem schöner als der Tod.

Ich räusperte mich umständlich, realisierte, daß ich furchtbare Rückenschmerzen hatte, was wohl an der unvorteilhaften Lage befand, in der ich mindestens eine halbe Stunde auf dem Stuhl gelegen hatte und sah Frank an, als wisse ich nicht wovon er sprach.

„Also, ich weiß überhaupt nicht, wovon du sprichst, Frank. Wie kommst du darauf, daß ich mir wegen dieser Heirat Sorgen machen würde?“

Franks Antwort bestand in einem zweifelnden Hochziehen seiner linken Augenbraue und einem bezeichnenden Blick auf meinen Notizblock, auf dem detaillierte Zeichnungen meiner Verlobten zu sehen waren. Durchbohrt von Messern, Äxten und was meinem Geist noch an originellen spitzen Gegenständen eingefallen war.

„Okay“, lenkte ich ein, „ich bin eben etwas nervös wegen dieser Sache.“

„Ich wäre auch etwas nervös, wenn ich meine zukünftige Frau hassen würde.“ meinte Frank, ohne die Augenbraue herunterzunehmen.

„Ich hasse sie nicht!“ sagte ich etwas zu hastig, um es glaubhaft klingen zu lassen.

Frank machte sich auch jetzt nicht die Mühe, verbal zu antworten.

„Na gut, möglicherweise ist das was wir führen eine Art Hass-Liebe. Aber glaub mir, die Betonung liegt immer noch auf Liebe und diesmal werde ich sie heiraten, so wahr Gott mir helfe!“

„Möchtest du heute wieder bei mir pennen, statt die Nacht mit deiner Liebsten zu verbringen?“ fragte mich Frank, sichtlich unbeeindruckt von meinem feierlichen Schwur.

„Ja bitte, das wäre nett.“

 

Ich versuchte noch etwas zu arbeiten, doch die bevorstehende Hochzeit ließ mich einfach nicht los. Alle meine Freunde hatten mir schon geraten, sie endlich in den Wind zu schießen. Ich war auch schon oft kurz davor gewesen, aber irgend etwas hielt mich jedesmal zurück.

Vermutlich war es ihr Geld.

Mein komplizierter Gedankengang wurde jäh unterbrochen, als der Chef aus seinem Büro trat und mich zu sich rief.

Ohne übertriebene Hast stand ich von meinem Arbeitsplatz auf, nachdem ich die Zeichnungen meiner Frau, die sich mittlerweile schon wieder etwas summiert hatten, in einer Schublade verstaut hatte. Es wußte zwar jeder hier Bescheid, aber ich mußte den Spott meiner Kollegen ja nicht künstlich herausfordern.

Außer dem Chef selbst befanden sich auch noch Frank und eine mir unbekannte Frau in seinem Büro.

„Jonah, setzen sie sich!“ begrüßte mich der Chef in diesem Ton, der kollegial wirken sollte, aber trotzdem signalisierte, daß keine Widerrede akzeptiert wurde. In diesem Ton pflegte er übrigens mit all seinen Mitmenschen zu kommunizieren, vielleicht der Grund, warum ihn seine Frau verlassen hatte.

Der Chef wartete, bis ich mich auf den letzten freien Stuhl gesetzt hatte und ließ mich dann praktisch wieder aufstehen, um der Unbekannten die Hand zu reichen.

„Dies ist Mary Beckensale. Sie wurde das Opfer einer Vergewaltigung.“

Mary schüttelte gerade meine Hand und ich konnte spüren, wie sie ein leichter Schauer durchlief, als sie der Chef so feinfühlig vorstellte.

„Es tut mir aufrichtig leid, Mary.“ sagte ich und hoffte, daß aufrichtiges Beileid in meiner Stimme mitschwang.

„Etwa wieder der Mister?“ fragte ich an Frank und den Chef gewandt. Der „Mister“ war einer der schlimmsten Serienvergewaltiger, die in Gommorha tätig waren. Seinen Namen hatte er erhalten, weil alle seine Opfer von einem penetranten Stallgeruch erzählten, der ihn umgeben sollte.

Leider hatte noch keiner ihn gesehen, da er die unangenehme Angewohnheit hatte, seine Opfer zuerst bewußtlos zu schlagen und dann in aller Ruhe zu mißbrauchen. Immer von hinten.

„Tja Jonah, sieht jedenfalls ganz so aus.“ meinte Frank und ließ wohl mit Absicht hörbare Abscheu in seiner Stimme mitschwingen.

Der Chef machte plötzlich auf sich aufmerksam, indem er mit der flachen Hand auf den Tisch schlug.

„Hört zu, Jungs, ihr seid jetzt seid mehreren Wochen an dem Fall dran und ich erwarte endlich Ergebnisse. Miss Beckensale hat erzählt, sie wäre in der Nähe von Orwell‘s Farm vergewaltigt worden. Fahrt hin und seht zu, daß euch das Schwein nicht durch die Lappen geht!“

„Ähm, Chef“, wand ich zweifelnd ein, „denken Sie nicht, daß der Mister da schon längst weg ist?“

Der Chef bedachte mich mit einem zornigen Blitzen seiner Augen und ließ seine Hand gleich noch einmal auf den Tisch klatschen.

„Verdammt Jonah, die Frau kommt grade eben von dort!“

Ich hoffte, daß mein folgender Gesichtsausdruck nicht zu verletzend auf die Frau wirkte. „Heißt daß, Sie ... Sie haben sich noch nicht einmal gewaschen, Miss?

Der Chef ließ die Frau gar nicht zur Antwort kommen sondern beantworte die Frage gleich selber.

„Nein, hat sie nicht und wenn es nicht umsonst gewesen sein soll, dann schwingt eure beiden Hintern jetzt in den Wagen!“

Zum Abschied knallte er noch einmal kräftig die Hand auf den Tisch.

 

Es war schon Nacht, als wir bei Orwell‘s Farm ankamen. In Gommorha lagen die bewohnten Gebiete eben etwas weiter auseinander, nur verbunden von Steppen und Weideland.

Wir wollten gerade in die Zufahrt zur Farm einbiegen, als irgendetwas von den Lichtkegeln der Scheinwerfer erfaßt wurde und sofort wieder daraus verschwand.

„Verdammt, was war das?“ rief ich aufgebracht.

„Irgendein Schatten.“ meinte Frank und zündete sich eine Zigarette an. „Aber ich glaube nicht, daß es der Mister war.“

Ich sah ihn fragend an. „Wieso bist du dir da so sicher, Frank?“

„Es war kein menschlicher Schatten, Jonah.“ antwortete Frank und nahm einen tiefen Zug.

 

Orwell’s Farm lag dunkel und verlassen unter dem sternenlosen Himmel. Der Besitzer war auf der diesjährigen Viehmesse in Noah-Hills. Der perfekte Ort für eine kleine Vergewaltigung.

Wir waren kaum ausgestiegen, als von dem Stall neben dem Wohnhaus ein Geräusch zu hören war.

Mit gezogenen Waffen und eingeschalteten Taschenlampen näherten wir uns jener.

Frank wollte die geschlossene Stalltüre in Polizeimanier aufstoßen, aber alles was er erreichte, war ein verstauchtes Bein. Also öffneten wir sie auf herkömmliche Weise und traten ein.

Nach genauer Inspektion mußten wir erkennen, daß der Stall bis auf ein paar unverdächtige Tiere, einen Futtertrog und ein paar Gartengeräte völlig leer war.

Wir wollten den Stall soeben verlassen, um uns dem Wohnhaus zuzuwenden, als ich hinter Frank eine Bewegung wahrnahm.

Ich wollte Frank noch eine Warnung zurufen, doch in dem Moment wurde ich selbst von etwas am Kopf getroffen und stürzte zu Boden, genau in einen Haufen Pferdeäpfel hinein.

 

Als ich wieder zu mir kam, war das erste, daß ich registrierte, ein starkes Brennen. Allerdings nicht da, wo mich der Unbekannte bewußtlos geschlagen hatte, sondern etwas weiter unten.

Ich lag über dem Futtertrog und das Fehlen meiner Hosen und Shorts ließen die traurige Wahrheit völlig unverschleiert.

Direkt neben mir lag Frank, der ebenfalls gerade am Erwachen war.

„Frank“, flüsterte ich ihm zu, „ich glaube, wir hatten gerade eine Begegnung mit dem Mister!“

„Scheisse ja, ich spür’s, Jonah! Dieser verdammte Hurensohn, wenn ich den in die Finger kriege, dann ...“ er hörte abrupt auf zu fluchen, als die Stalltüre mit einem leisen Knarren aufschwang und schwere Schritte auf uns zukamen.

„Na, seid ihr schon wach, ihr zwei Süßen? Wenn ihr euch umdreht habt ihr übrigens die Mistgabel im Hals, alles klar?“

„Sagen Sie, haben Sie ein Ausspracheproblem? Ich glaube Sie nuscheln leicht.“ bemerkte ich vorsichtig.

„Ja, das liegt am Zaumzeug.“

„Woran?“

„Am Zaumzeug! Der blöde Bauer hat vergessen, mich abzuzäumen, bevor er weggefahren ist.“

Trotz der Bedrohung durch die Mistgabel mußte ich mich nun doch umdrehen.

Was ich sah, komplettierte mein Unglauben. Vor uns stand ein Pferd und es hatte einen sichtbaren Ständer.

„Sie äh ... haben gar keine Mistgabel.“ sagte ich zu dem Pferd und kam mir im gleichen Augenblick blöd vor, diesen Wahnsinn zu akzeptieren.

„Ach ja, und wie nennst du das Ding da unten?“ meinte das Pferd scherzhaft und gleichzeitig beleidigt. „Du bist wirklich ein rechter Flegel, daß du da so ungezogen hin starrst. Hast wohl nicht genug bekommen, was?“

Frank hatte sich mittlerweile auch umgedreht und sah wohl das gleiche wie ich, denn auch er schaute ziemlich ungläubig drein.

„Jonah, siehst du auch, was ich sehe?“ fragte er mich sicherheitshalber.

„Ja Frank, ein sprechendes Pferd mit einem Ständer.“

„Jetzt reicht’s aber! Benehmen Sie sich etwas zivilisierter!“ mahnte das Pferd mit erhobenem Glied.

Frank reagierte auf diese Erschütterung seines Weltbilds auf die einzige Art, zu der er imstande war. Er zog seine Waffe, die ihm das Pferd seltsamerweise nicht abgenommen hatte, und schoß das gesamte Magazin leer. Ich tat es ihm gleich.

Ohne jeden weiteren Kommentar kippte das tote Tier wie ein nasser Sack zur Seite.

Plötzlich erhellte ein blendendes Licht den Raum.

„Lassen sie sofort die Waffen fallen und Hände hinter den Kopf!“

Verwirrt taten wir, wie uns geheißen. Aus dem Licht trat ein Schatten hervor. Es war der des Chefs.

„Mein Gott, das hätte ich nicht von ihnen gedacht!“ meinte der Chef mit echter Abscheu in der Stimme und spuckte vor uns auf den Stallboden.

„Ihr zwei dreckigen Schwuchteln! Anstatt den Mister zu fangen habt ihr es in Orwell’s Stall getrieben und auch noch seinen Zuchthengst erschossen.“ Er besah sich den Tierkadaver etwas genauer und fügte hinzu: „Mit dreißig Kugeln!“

 

Frank und ich begannen beinahe gleichzeitig auf den Chef einzureden und die falsch interpretierte Situation richtig zu stellen, doch dieser hörte nicht einmal zu. Stattdessen las er uns höchstpersönlich unsere Rechte vor und ließ uns anschließend abführen.

Zumindest wollte er das.

Gerade als wir durch das Stalltor nach draußen treten wollten, hörten wir hinter uns ein paar gemurmelte Worte. „Dreckige Mörder!“

Der Chef drehte sich mit einer Schnelligkeit, die man ihm nicht zugetraut hätte, um die eigene Achse und äugte mißtrauisch in den menschenleeren Stall.

„Versteckt sich hier etwa noch ein Teilnehmer eurer kleinen Party?“

Er verharrte einige Sekunden in völliger Bewegungslosigkeit und wandte sich dann wieder uns zu. „Was seid ihr noch nicht im Streifenwagen? Na los!“

„Sollen wir sie wirklich davonkommen lassen?“

Der Chef wirbelte herum und zog gleichzeitig seinen Revolver. „Aber jetzt hab ich sicher was gehört! Kommt raus!“

Plötzlich sprangen die Boxen auf der Chef sah sich plötzlich mit mehr als einem halben Dutzend wütender Pferde konfrontiert.

Eines der Tiere trat vor und schnaubte verächtlich mit den Nüstern.

„Ihr Mörder! Wieso habt ihr das getan? Harold war der schönste und stolzeste von uns allen!“

„Ich glaub‘ ich spinne!“ meinte der Chef mit offenem Mund und  hob seinen Revolver, um das Pferd vor ihm mit Kugeln voll zu pumpen. Doch das Pferd war schneller. In einer fließenden Bewegung wandte es dem Chef sein Hinterteil zu und trat mit aller Kraft aus.

Der Chef wurde mehrere Meter weggeschleudert und schlitterte noch ein paar Meter am Boden weiter, bis er direkt vor uns liegenblieb. Einer der Hufe hatte sein Gesicht getroffen. Ich ersparte mir die Mühe, seinen Puls zu fühlen, als ich sah, was er dort angerichtet hatte.

„Und jetzt seid ihr dran.“ drohte uns das Pferd mit Grabesstimme. „Übrigens, ohne Hosen seht ihr ziemlich lächerlich aus.“

Frank faßte sich ein Herz und schlurfte vor. „Hört mal, es war nicht unsere Schuld. Dieses Pferd hat uns vergewaltigt und es ... bedrohte uns mit seiner Mistgabel.“

Das Pferd wieherte vor Lachen, ob dieser dümmlichen Rechtfertigung.

„Bei uns gehört es zum natürlichen Fortpflanzungsprozeß, daß der Hengst sich eine fruchtbare Stute auswählt, ohne lange zu fragen.“

Er stutzte kurz und musterte unsere hosenlosen Unterkörper. „Daß ihr keine Stuten seid, hat Harold in der Dunkelheit wohl nicht mitbekommen.“

„Verdammt, wir sind aber keine Pferde!“ platze es aus mir heraus. „Wir Menschen haben keinen Sex mit Pferden!“

„Oh doch, der Bauer hatte regelmäßig Sex mit uns.“ widersprach das Pferd. „Er war es eigentlich, der uns auf den Geschmack gebracht hat. Nach einer Weile wollten einige von uns nicht mehr passiv bleiben und suchten sich andere Spielgefährtinnen.“

Ich hatte plötzlich das unangenehme Gefühl, daß ich beobachtet wurde und wirklich, als ich mich umdrehte, sah ich ein paar Polizisten, die unserer Konversation mit dem Pferd gefolgt waren und offensichtlich unschlüssig waren, ob sie jene beenden, mit einsteigen oder sich gleich selbst in die Nervenheilanstalt einliefern sollten.

„Ah, keine Sorge“, beruhigte mich das Pferd, daß meinen Blick anscheinend falsch interpretierte, „mit denen rechnen wir auch noch ab. Aber zuerst kommt ihr dran. Wohin wollt ihr’s?“ Er hatte sich schon wieder halb umgedreht, als mir plötzlich die rettende Idee kam.

„Wartet! Wie wäre es wenn ihr einen Club gründet?“

Das Pferd hielt inne und sah mich plötzlich mit Interesse an. „Wie war das?“

„Ja, ist es euch nicht unangenehm, diese Sache illegal machen zu müssen, wo es doch bestimmt so viele menschliche Stuten auf der Welt gibt, die das ganze freiwillig machen würden?“

„Hm“, meinte das Pferd, „ja, das klingt überlegenswert. Ginge denn sowas?“

Jetzt war es an mir, zu wiehern. „Na hör mal, es gibt Clubs für so ziemlich alles. Gebetskreise, Fanclubs, Reiseclubs um nur die verrücktesten zu nennen. Warum nicht einen Sodomistenclub?“

„Du hast Recht. Und das wäre nicht einmal der abartigste.“ stimmte das Pferd zu und ich wußte, daß wir gerettet waren.

 

„Schatz, ich muß dir etwas sagen.“

„Ja, was ist denn, Jonah?“

„Ich glaube ... es funktioniert nicht mehr so richtig zwischen uns.“

„Was? Jonah, wir wollten doch morgen heiraten!“

„Ja ich weiß. Aber ... es gibt da so einen neuen Club in der Stadt.“

„Was hat denn das bitte mit unserer Heirat zu tun?“

„Wart’s ab. Vielleicht kommst du ja mal mit und siehst es dir an? Vielleicht gefällt es dir ja sogar ...“

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